Am Morgen des 11. September 2001 beginnt für die Bewohnerinnen von Gander ein Tag wie jeder andere. Dann erreichen die Nachrichten von den Anschlägen in New York die Kleinstadt, der US-Luftraum wird gesperrt, und 38 Flugzeuge mit rund 7’000 Passagierinnen aus aller Welt landen ungeplant auf dem Flughafen Gander. Innert Stunden verdoppelt sich die Einwohnerzahl beinahe – und die Kleinstadt beginnt, das Unmögliche zu organisieren.
Was folgt, sind fünf Tage, in denen Fremde zu Nachbarinnen werden. Schulen, Kirchen und Gemeinschaftszentren werden zu Notunterkünften. Aus zufälligen Begegnungen entstehen Freundschaften, eine Romanze, Konflikte – und Momente, die die Beteiligten bis heute nicht loslassen. Das Stück folgt einer Handvoll Figuren auf beiden Seiten: den Einheimischen, die geben, was sie haben, und den Passagier/innen (die Come from Aways), die nicht wissen, was zu Hause auf sie wartet. Darunter eine Pilotin, die erfährt, dass das, was sie am meisten liebt, als Waffe eingesetzt wurde. Eine Mutter, die auf Nachrichten von ihrem Sohn wartet, der Feuerwehrmann in New York ist. Und viele andere, deren Geschichten sich in Gander für kurze Zeit überschneiden.
Als die Flugzeuge fünf Tage später wieder abheben, nehmen beide Seiten etwas mit, das sie nicht mehr loslässt: die Gewissheit, dass Menschlichkeit keine Landesgrenzen kennt. «Come From Away» endet zehn Jahre später, wenn sich ehemalige Gäste und Gastgebende in Gander wiedertreffen und macht damit sichtbar, was bis heute gilt: Jedes Jahr am 11. September kehren «Come from Aways» nach Gander zurück. Die fünf Tage im September 2001 haben aus Fremden Freunde gemacht, aus Freunden Familie.
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